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  1. Ich wollte schon lange ein Blog schreiben. Das heißt nicht, dass sich Themen angesammelt haben, sondern dass ich zu häufigeren Gelegenheiten gedacht habe, man müsse mal über dies oder das schreiben.
  2. Natürlich sollte es nicht irgendein Blog [1] werden, in dem ich über Kartoffelschälen oder Taubenzüchter aus Wanne-Eickel referiere, sondern etwas ausgefallenes. Als Physiker hat man ein ebenso dogmatisches wie ausgefallenes Weltbild [2]. Eine geeignete Platform dafür schien mir ein Blog, das irgendwie anders ist, das hat natürlich auch damit zu tun, dass man sich von der Konkurrenz absetzen möchte ;-)
  3. ZehnDinge ist ein ebenso interessantes wie herausforderndes Konzept, das, was man sagen möchte in Zehn Portionen aufzuteilen. Ob das sprachlich und semantisch immer möglich sein wird, wage ich zu bezweifeln, aber das ist schließlich etwas, wo man sich mit künstlerischer Freiheit herausreden darf.
  4. Das Konzept, das Blog auch als Podcast anzubieten ist sicher nicht unbedingt ein Selbstzweck, aber es wird helfen meine Sichtweisen nicht nur durch Worte, sondern auch Stimme zu verbreiten, was, so hoffe ich, bisweilen für die geneigte Zuhörerschaft, wie zahlreich oder zahllos [3] sie auch sein mag, durchaus amüsant sein darf.
  5. Letztlich ist ein Blog eine Form von Selbstausdruck, wie ich meine, die einige Vorteile gegenüber konventionellen Methoden hat. Man muss nicht mit Manuskripten zu Verlagen gehen und um Verlegung betteln [4]. Zudem muss man nicht druckreif formulieren, auch wenn ich mich bemühen möchte nicht allzu große Schachtelsätze zu konstruieren [5]. Da mir jetzt nicht so viel mehr Formen des Selbstausdruckes einfallen
    (abgesehen von Namen-Tanzen und Charakter-Kartoffeldruck vielleicht) lasse ich das einfach mal so stehen. Bloggen ist toll, Punkt.
  6. Bloggen ist toll, Punkt. Ach, das habe ich schon gesagt? So viel zur Konsistenz von Zehn Dingen...
  7. Etwas, worauf ich noch hinweisen möchte ist, dass meine Art von Humor naturgemäß nicht immer politisch korrekt oder gar witzig ist. Ich mache kein Kabarett und keine Mainstream-Comedy, sondern am liebsten mache ich mich über die Welt als solche lustig. Das da auch schonmal die armseligen Bewohner derselben auch drankommen... nagut, der Naturwissenschaftler beobachtet halt...
  8. Ich bin böse. Niederträchtig. Gemein. Tiefironisch [6] bis sarkastisch. Wer mich ernst nimmt versteht mich nicht richtig, wer mich nicht ernst nimmt, versteht mich falsch. Ich verallgemeinere unzulässig, verkaufe Korrelation als Kausalität und spiele in orangenen Sachen Fußball. Wer darüber nicht Lachen kann soll es auch nicht versuchen :-)

    Ich habe mal mit einem Philosophen gesprochen, der mir sagte, dass die Spezies Physiker ihr eigentümliches Weltbild daraus ableite, dass sie nicht exakt wissen, wie sie sei, die Welt, sondern immer nur sagen könnten, wie sie nicht sei. Es sei ihm unerklärlich, wie man dabei eine positive Lebenseinstellung bewahren könne. Ich kam nicht umhin zu erwidern, dass das daran läge, dass wir die Grenzen dessen, was wir nicht wissen, ziemlich gut wissen.

  9. Ich entschuldige mich im Vorhinein dafür, dass die Blogeinträge nach unten hin immer schlechter werden, weil die guten Argumente langsam aufgebraucht sind. Kopf hoch, wäre ZehnDinge eine Fußballmannschaft wäre sie immer von vornherein im Nachteil. Vielleicht gewöhne ich mich ja auch daran, Themen zu zehnteln, schließlich sind wir Menschen an das dezimale System gewohnt und zehnteln dauernd...
  10. Der letzte Punkt muss wohl manchmal eine Art Fazit beinhalten oder darstellen. So auch in diesem Fall: Das war's erstmal. Bis zum nächsten Mal!

[1] Ein angemessener Name, der leider nicht zum Recall durfte war "yepb". Das stand für "yet abother physisical blog"... oder so ähnlich.

[2] (Ich habe vor, mich über *das* Weltbild der Physiker auszulassen, keine Sorge. Aber nicht im Einleitungsartikel.)

[3] Ja, ich mache schlechte Wortwitze.

[4] Verlage sind wie Krankenhäuser. Meistens wird man nicht verlegt, und wenn doch, dann ist man besser privat versichert.

[5] Dieser Umstand ist ein Tribut an Rainer Parchmann und seine großartige Vorlesung Programmieren 1, die jedem Erstsemester, der Programmieren lernt oder zumindest den Schein macht, klar und deutlich auferlegt, warum Lisp und sein Derivat Scheme mit ihrer fürchterlichen Syntax keinen guten Programmierstil zulassen.

[6] All jenen Menschen, die im StudiVZ meinen propagieren zu müssen "fließend Ironisch" zu sprechen sei ans Herz gelegt, dass sie es höchstens plätschernd beherrschen. Ja, ich gehöre auch dieser Gruppe an.

[7] Der inflationäre Gebrauch von Fußnoten spiegelt entweder meine nicht immer wohlstrukturierten Gedankengänge wider - oder den inflationären Gebrauch von Fußnoten.